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Branchen7 Min. Lesezeitaktualisiert am

Was gehört auf die Website einer Edelbrennerei?

Wer Edelbrände herstellt, arbeitet mit viel Sorgfalt, und die Website sollte das zeigen. In diesem Artikel geht es darum, was auf eine Brennerei-Website gehört und worin sie sich von Websites anderer Branchen unterscheidet.

Warum eine Edelbrennerei eine Website braucht

Viele Brennereien verkaufen ab Hof, auf Bauernmärkten oder über Händler. Eine eigene Website scheint da nicht dringend. Sie kann aber einiges, was ein Marktstand nicht kann: 24 Stunden am Tag Produkte zeigen, Auszeichnungen präsentieren, Verkostungstermine bewerben und Kunden aus der ganzen Region (oder darüber hinaus) ansprechen.

Bei Edelbränden spielt beim Kauf auch mit, wer den Brand gemacht hat, wie und in welcher Region. Das lässt sich auf einer Website viel besser erzählen als auf einem Etikett.

Was auf eine Edelbrennerei-Website gehört

1. Produktkatalog

Der wichtigste Teil der Website. Jeder Brand bekommt eine eigene Darstellung: Name, Bild (am besten die Flasche vor neutralem Hintergrund oder in einer stimmungsvollen Szene), Beschreibung (Aroma, Geschmack, Herstellungsverfahren), Alkoholgehalt, Füllmenge und Preis.

Ordnen Sie die Produkte nach Kategorien, je nachdem, was Ihr Sortiment hergibt: Obstbrände, Liköre, Geiste, Whisky oder Gin. Wenn ein Produkt saisonal begrenzt ist, sollte das sichtbar sein.

2. Auszeichnungen und Prämierungen

Goldmedaillen, Landessieger-Titel und Destillata-Auszeichnungen sind Qualitätsnachweise, auf die Kunden achten. Zeigen Sie Auszeichnungen direkt beim jeweiligen Produkt und zusätzlich auf einer eigenen Übersichtsseite. Ein prämierter Brand mit Goldmedaille verkauft sich besser, wenn die Auszeichnung sichtbar ist.

Tipp: Auch ältere Auszeichnungen zeigen. Eine Brennerei, die seit 20 Jahren regelmäßig prämiert wird, strahlt mehr Vertrauen aus als eine einzelne Goldmedaille.

3. Die Brennerei-Story

Wie ist Ihre Brennerei entstanden? Welche Rohstoffe verwenden Sie? Wie sieht der Destillationsprozess aus? Was macht Ihre Brände besonders? Edelbrandkunden interessieren sich für das Handwerk hinter dem Produkt. Erzählen Sie Ihre Geschichte persönlich und ohne Werbesprache.

Dazu passen Bilder vom Brennkessel, von der Obsternte und von den Lageräumen. Ein Blick hinter die Kulissen macht auch den Preis nachvollziehbar: Wer sieht, wie viel Arbeit in einem Brand steckt, zahlt ihn eher.

4. Verkostungstermine

Wenn Sie Verkostungen oder Brennereibesichtigungen anbieten: Termine auf der Website mit Datum, Beschreibung und Online-Anmeldung. Verkostungen bringen selbst Einnahmen und sind oft auch der beste Verkaufskanal, weil viele Gäste nach dem Probieren gleich etwas mitnehmen.

Am besten eignet sich eine eigene Unterseite „Verkostung & Besichtigung“ mit allen kommenden Terminen. Gäste melden sich direkt online an, und Sie bekommen eine Benachrichtigung per E-Mail.

5. Bildergalerie

Die Brennerei, der Kupferkessel, die Obstwiese im Herbst, die Abfüllung: Echte Bilder aus dem Betrieb sagen oft mehr als ein langer Text. Nehmen Sie sich Zeit für ein paar gute Fotos. Sie brauchen keinen professionellen Fotografen, aber Tageslicht und eine ruhige Hand machen einen großen Unterschied.

6. Kontakt und Standort

Adresse, Telefonnummer, E-Mail und eine Karte, dazu die Öffnungszeiten des Ab-Hof-Verkaufs. Schreiben Sie auch dazu, ob man außerhalb dieser Zeiten nach Vereinbarung vorbeikommen kann.

Online-Verkauf: Braucht eine Brennerei einen Webshop?

Die meisten Brennereien verkaufen ab Hof oder über Händler. Ein vollständiger Webshop mit Warenkorb, Checkout und Versandlogistik ist aufwändig, denn Verpackung, Versandkosten, Altersprüfung und Retouren wollen gelöst sein. Für die meisten kleinen Brennereien lohnt sich das nicht.

Was sich dagegen lohnt, ist ein Kontakt- oder Bestellformular. Kunden sehen die Produkte, wählen aus und schicken eine Anfrage, und Sie antworten mit Preis und Zahlungsinformationen. Das ist einfach und braucht keine zusätzliche Technik.

Wenn Sie später doch einen Online-Shop möchten, ist das ein eigenes Projekt. Die Basis-Website steht dann aber schon.

Design, das zum Produkt passt

Eine Edelbrennerei-Website sollte hochwertig wirken. Dazu tragen warme, goldene Farbtöne, eine gute Schrift und großzügig dargestellte Bilder bei. Überladene Seiten und blinkende Banner passen dagegen nicht zu einem handwerklichen Produkt.

Hier gilt: weniger ist mehr. Ein gutes Produktfoto auf dunklem Hintergrund wirkt hochwertiger als zehn mittelmäßige Bilder nebeneinander.

SEO für Edelbrennereien

Die meisten Kunden suchen lokal: „Edelbrennerei [Region]“, „Schnaps kaufen [Ort]“, „Destillerie besichtigen [Bundesland]“. Ihre Website sollte für diese Begriffe optimiert sein. Schema.org-Daten helfen Google, Ihre Brennerei als lokales Unternehmen zu erkennen und in den lokalen Suchergebnissen zu zeigen.

Ein Google Business Profile ist Pflicht. Tragen Sie Ihre Brennerei mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Produktkategorien ein. Das kostet nichts und hilft viel bei der lokalen Sichtbarkeit.

Was eine Edelbrennerei-Website kostet

Eine branchenspezifische Website mit Brände-Katalog, Auszeichnungen sowie Führungen und Veranstaltungen (ab Stufe Pro) biete ich als Website-Service an: fertig eingerichtet, gehostet und laufend betreut. Welche Funktionen in welcher Stufe enthalten sind, sehen Sie auf der Branchenseite; der Preis ist auf Anfrage erhältlich.

Fazit

Eine Edelbrennerei-Website sollte zur Qualität Ihrer Brände passen. Zeigen Sie Ihre Produkte gut fotografiert, erzählen Sie, wie sie entstehen, und machen Sie es Kunden leicht, Sie zu finden und zu kontaktieren. Für viele ist die Website der erste Eindruck von Ihrer Brennerei, noch bevor sie einen Brand probiert haben.

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Brände-Katalog, Auszeichnungen und ab Stufe Pro auch Führungen und Veranstaltungen. Preis auf Anfrage.

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