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Business12 Min. Lesezeit

Website erstellen lassen — Was kostet das wirklich?

„Was kostet eine Website?" ist eine der häufigsten Fragen, die Unternehmer stellen. Die Antwort „kommt drauf an" hilft niemandem. Deshalb hier konkrete Zahlen — für alle drei gängigen Wege.

Die drei Wege zur eigenen Website

Wenn Sie als KMU eine professionelle Website haben möchten, gibt es grundsätzlich drei Optionen: Selbst bauen mit einem Baukasten, eine Agentur beauftragen oder einen Website-Service nutzen. Jeder Weg hat seinen Preis — und seine versteckten Kosten.

Option 1: Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)

Der vermeintlich günstigste Weg. Sie wählen ein Template, füllen es mit Ihren Inhalten und die Website ist online. Die Realität ist etwas komplizierter.

Was es kostet

  • Monatliche Gebühr: 12–45€/Monat je nach Anbieter und Paket
  • Eigene Domain: Oft inklusive im ersten Jahr, danach 10–20€/Jahr
  • E-Mail-Adresse: Häufig Aufpreis (5–10€/Monat) oder über einen Drittanbieter
  • Premium-Templates: 30–100€ einmalig (die kostenlosen sehen oft generisch aus)
  • Zusatzfunktionen: Kontaktformular-Erweiterungen, SEO-Tools, Analytics — jeweils 5–20€/Monat

Realistische Gesamtkosten: 25–60€/Monat, wenn man die Zusätze einrechnet.

Was es wirklich kostet: Ihre Zeit

Der größte Kostenfaktor bei einem Baukasten ist nicht das Geld — es ist Ihre Zeit. Die meisten KMU-Betreiber unterschätzen massiv, wie lange es dauert, eine vorzeigbare Website zusammenzubauen. Erfahrungswerte: 20–40 Stunden für eine brauchbare 5-Seiten-Website, wenn Sie sich zum ersten Mal mit dem System beschäftigen.

Diese 20–40 Stunden fehlen Ihnen in Ihrem Kerngeschäft. Wenn Sie Ihren Stundensatz ansetzen — sagen wir konservativ 40€/Stunde — sind das 800–1.600€ an Opportunitätskosten. Dazu kommen laufende Zeitinvestitionen für Updates, Design-Anpassungen und Fehlerbehebung.

Versteckte Nachteile

  • DSGVO: Die meisten Baukästen hosten in den USA und laden Google Fonts extern. Das bedeutet: Cookie-Banner nötig, potentielles Abmahnrisiko.
  • Performance: Baukasten-Websites laden oft langsam, weil sie generischen Code mitschleppen. Das schadet der Google-Platzierung.
  • Lock-in: Ihre Website gehört dem Baukasten-Anbieter. Wenn Sie wechseln wollen, müssen Sie alles neu bauen. Ein Export ist oft nicht möglich.
  • SEO: Die SEO-Tools der Baukästen sind Basis-Funktionen. Echte technische SEO-Optimierung (Schema.org, Core Web Vitals, semantisches HTML) ist damit kaum möglich.

Option 2: Agentur

Sie beauftragen eine Webagentur, die alles für Sie macht. Professionelles Ergebnis, professioneller Preis.

Was es kostet

  • Einmalige Erstellung: 3.000–15.000€ für eine 5-10-Seiten-Website (je nach Agentur und Umfang)
  • Hosting: 20–80€/Monat (häufig über die Agentur, mit Aufschlag)
  • Wartung: 50–200€/Monat für Updates, Sicherheits-Patches und Support
  • Content-Änderungen: 80–150€/Stunde, oft mit Mindestabrechnung von 30 Minuten
  • Redesign nach 3–5 Jahren: Wieder 3.000–10.000€

Realistische Kosten über 3 Jahre: 5.000–20.000€ (Erstellung + Hosting + Wartung + gelegentliche Änderungen).

Für wen eine Agentur Sinn macht

Wenn Sie eine komplexe Website brauchen — einen Online-Shop mit individueller Logik, eine Plattform mit Benutzerkonten, eine Webanwendung mit speziellen Anforderungen. Für eine Unternehmens-Präsentation mit 5–10 Seiten ist eine Agentur in den meisten Fällen überdimensioniert.

Worauf Sie achten sollten

  • Eigentum: Gehört Ihnen der Code und die Domain? Oder nur die Agentur-interne Installation?
  • CMS-Zugang: Können Sie selbst Texte ändern? Oder müssen Sie für jede Änderung die Agentur beauftragen?
  • Wartungsvertrag: Was ist inklusive? Nur Updates — oder auch inhaltliche Änderungen?
  • Ansprechpartner: Sprechen Sie mit dem Entwickler oder mit einem Projektmanager der Ihre Anfragen weitergibt?

Option 3: Website-Service

Ein relativ neues Modell: Ihre Website wird persönlich für Sie gebaut und als Monatsabo betrieben. Sie zahlen einen festen Monatsbetrag, dafür ist alles inklusive — Hosting, E-Mail, SSL, SEO, Updates.

Was es kostet

  • Monatliche Gebühr: 39–89€/Monat (je nach Funktionsumfang)
  • Einmalige Setup-Gebühr: ca. 199€ (entfällt oft bei Jahreszahlung)
  • E-Mail inklusive: Professionelle Adresse auf Ihrer Domain
  • Hosting inklusive: EU-Server, SSL, tägliche Backups
  • SEO inklusive: Technische Optimierung ab Tag 1
  • Keine versteckten Kosten: Keine Extra-Gebühren für SSL, E-Mail oder SEO-Plugins

Realistische Kosten über 3 Jahre: 1.600–3.400€ (alles inklusive).

Vorteile

  • Done-For-You: Sie müssen nichts selbst bauen. Fotos und Stichpunkte schicken — fertig.
  • Branchenspezifisch: Templates die auf Ihre Branche zugeschnitten sind, nicht generische Vorlagen.
  • CMS-Zugang: Sie können Texte und Bilder selbst ändern, müssen aber nicht.
  • Kein Lock-in: Monatlich kündbar, voller Datenexport jederzeit.
  • DSGVO von Haus aus: EU-Hosting, keine externen Tracker, kein Cookie-Banner nötig.

Für wen das passt

Für KMU die eine professionelle Online-Präsenz brauchen, aber weder die Zeit für einen Baukasten noch das Budget für eine Agentur haben. Besonders geeignet für Betriebe mit klarem Angebot: Hofläden, Gastronomie, Handwerksbetriebe, Dienstleister.

Der Vergleich auf einen Blick

Wenn man die Gesamtkosten über 3 Jahre vergleicht und die versteckten Kosten (vor allem Zeitaufwand beim Baukasten) einrechnet, ergibt sich ein klares Bild: Der Baukasten ist nur dann günstiger, wenn Ihre Zeit nichts wert ist. Die Agentur ist die richtige Wahl für komplexe Projekte. Und der Website-Service ist der effizienteste Weg für eine professionelle KMU-Website.

Was Sie bei jedem Anbieter fragen sollten

Egal welchen Weg Sie gehen — stellen Sie diese Fragen, bevor Sie unterschreiben:

  • Wo wird meine Website gehostet? (EU oder USA?)
  • Gehört mir die Domain?
  • Kann ich meine Daten exportieren wenn ich kündige?
  • Ist eine E-Mail-Adresse inklusive?
  • Was kostet es, wenn ich Texte oder Bilder ändern will?
  • Ist die Website DSGVO-konform? Brauche ich einen Cookie-Banner?
  • Wie schnell lädt die Website? (PageSpeed Insights testen)
  • Was passiert wenn der Anbieter aufhört?

Fazit

„Was kostet eine Website?" lässt sich 2026 so beantworten: Zwischen 200€ und 15.000€ — je nachdem, was Sie brauchen und wie Sie es umsetzen. Für die meisten KMU in Österreich ist ein Website-Service der beste Kompromiss aus Qualität, Preis und Zeitaufwand.

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