Was kostet eine Website in Österreich?
„Was kostet eine Website?“ ist eine der häufigsten Fragen, die Unternehmer stellen. Die Antwort „kommt drauf an“ hilft dabei wenig. Deshalb finden Sie hier konkrete Zahlen für die drei gängigen Wege.
Die drei Wege zur eigenen Website
Wenn Sie als KMU eine professionelle Website haben möchten, gibt es grundsätzlich drei Optionen: Selbst bauen mit einem Baukasten, eine Agentur beauftragen oder einen Website-Service nutzen. Jeder Weg hat seinen Preis, und bei jedem kommen Kosten dazu, die man anfangs leicht übersieht.
Option 1: Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)
Auf den ersten Blick der günstigste Weg: Sie wählen ein Template, füllen es mit Ihren Inhalten und die Website ist online. In der Praxis kommt meist einiges dazu.
Was es kostet
- Monatliche Gebühr: 12–45€/Monat je nach Anbieter und Paket
- Eigene Domain: Oft inklusive im ersten Jahr, danach 10–20€/Jahr
- E-Mail-Adresse: Häufig Aufpreis (5–10€/Monat) oder über einen Drittanbieter
- Premium-Templates: 30–100€ einmalig (die kostenlosen sehen oft generisch aus)
- Zusatzfunktionen: Kontaktformular-Erweiterungen, SEO-Tools oder Analytics kosten jeweils 5–20€/Monat
Realistische Gesamtkosten: 25–60€/Monat, wenn man die Zusätze einrechnet.
Der eigentliche Aufwand: Ihre Zeit
Beim Baukasten kostet vor allem Ihre Zeit, weniger das Geld. Die meisten KMU-Betreiber unterschätzen deutlich, wie lange es dauert, eine vorzeigbare Website zusammenzubauen. Erfahrungswerte: 20–40 Stunden für eine brauchbare 5-Seiten-Website, wenn Sie sich zum ersten Mal mit dem System beschäftigen.
Diese 20–40 Stunden fehlen Ihnen in Ihrem Kerngeschäft. Wenn Sie Ihren Stundensatz ansetzen (vorsichtig gerechnet 40€/Stunde), sind das 800–1.600€ an Opportunitätskosten. Dazu kommen laufende Zeitinvestitionen für Updates, Design-Anpassungen und Fehlerbehebung.
Versteckte Nachteile
- DSGVO: Die meisten Baukästen hosten in den USA und laden Google Fonts extern. Dann brauchen Sie einen Cookie-Banner, und es besteht ein mögliches Abmahnrisiko.
- Performance: Baukasten-Websites laden oft langsam, weil sie generischen Code mitschleppen. Das schadet der Google-Platzierung.
- Lock-in: Ihre Website gehört dem Baukasten-Anbieter. Wenn Sie wechseln wollen, müssen Sie alles neu bauen. Ein Export ist oft nicht möglich.
- SEO: Die SEO-Tools der Baukästen sind Basis-Funktionen. Technische SEO-Optimierung im eigentlichen Sinn (Schema.org, Core Web Vitals, semantisches HTML) ist damit kaum möglich.
Option 2: Agentur
Sie beauftragen eine Webagentur, die alles für Sie übernimmt. Das Ergebnis ist in der Regel gut, der Preis entsprechend.
Was es kostet
- Einmalige Erstellung: 3.000–15.000€ für eine 5-10-Seiten-Website (je nach Agentur und Umfang)
- Hosting: 20–80€/Monat (häufig über die Agentur, mit Aufschlag)
- Wartung: 50–200€/Monat für Updates, Sicherheits-Patches und Support
- Content-Änderungen: 80–150€/Stunde, oft mit Mindestabrechnung von 30 Minuten
- Redesign nach 3–5 Jahren: Wieder 3.000–10.000€
Realistische Kosten über 3 Jahre: 5.000–20.000€ (Erstellung + Hosting + Wartung + gelegentliche Änderungen).
Für wen eine Agentur Sinn macht
Eine Agentur lohnt sich, wenn Sie eine komplexe Website brauchen, etwa einen Online-Shop mit individueller Logik, eine Plattform mit Benutzerkonten oder eine Webanwendung mit speziellen Anforderungen. Für eine Unternehmens-Präsentation mit 5–10 Seiten ist eine Agentur in den meisten Fällen überdimensioniert.
Worauf Sie achten sollten
- Eigentum: Gehören Ihnen Code und Domain, oder nur die Installation bei der Agentur?
- Können Sie Texte selbst ändern, oder müssen Sie für jede Änderung die Agentur beauftragen?
- Was ist im Wartungsvertrag enthalten? Nur Updates oder auch inhaltliche Änderungen?
- Sprechen Sie direkt mit dem Entwickler oder mit einem Projektmanager, der Ihre Anfragen weitergibt?
Option 3: Website-Service
Ein relativ neues Modell: Ihre Website wird persönlich für Sie gebaut und als Monatsabo betrieben. Sie zahlen einen festen Monatsbetrag, dafür sind Hosting, Updates, Sicherungen und die Pflege-Oberfläche inklusive.
Was es kostet
Die Preise liegen typischerweise zwischen einem Baukasten und einer Agentur-Website. Bei Intuitiv Software gibt es den Website-Service in drei Stufen, je nach Umfang; den Preis nenne ich Ihnen derzeit auf Anfrage. Was eine solche Website je Branche umfasst, sehen Sie zum Beispiel für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Ferienwohnungen.
- Hosting inklusive: Server in Deutschland, verschlüsselte Verbindung, tägliche Sicherungen
- Pflege inklusive: Texte und Bilder ändern Sie selbst, ohne Technikkenntnisse
- Wartung inklusive: Updates und Sicherheitswartung laufend
Vorteile
- Sie müssen nichts selbst bauen. Sie schicken Fotos und Stichpunkte, den Rest übernehme ich.
- Die Vorlagen sind auf Ihre Branche zugeschnitten und nicht allgemein gehalten.
- Texte und Bilder können Sie selbst ändern, müssen es aber nicht.
- Ihre Domain bleibt Ihre: Bei Intuitiv Software wird eine verwaltete Domain bei Vertragsende auf Wunsch an Sie übertragen.
- DSGVO: Hosting in der EU, Auftragsverarbeitungsvertrag inklusive.
Für wen das passt
Für KMU, die eine professionelle Online-Präsenz brauchen, aber weder die Zeit für einen Baukasten noch das Budget für eine Agentur haben. Besonders geeignet für Betriebe mit klarem Angebot: Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Ferienwohnungen oder Hofläden.
Der Vergleich auf einen Blick
Wenn man die Gesamtkosten über 3 Jahre vergleicht und die versteckten Kosten (vor allem Zeitaufwand beim Baukasten) einrechnet, ergibt sich folgendes Bild: Der Baukasten ist vor allem dann günstiger, wenn Sie Ihre eigene Arbeitszeit nicht mitrechnen. Eine Agentur passt gut zu komplexen Projekten. Für eine typische KMU-Website ist der Website-Service oft der Weg mit dem geringsten Aufwand für Sie.
Was Sie bei jedem Anbieter fragen sollten
Egal, welchen Weg Sie wählen, diese Fragen sollten Sie vor der Unterschrift klären:
- Wo wird meine Website gehostet? (EU oder USA?)
- Gehört mir die Domain?
- Kann ich meine Daten exportieren, wenn ich kündige?
- Ist eine E-Mail-Adresse inklusive?
- Was kostet es, wenn ich Texte oder Bilder ändern will?
- Ist die Website DSGVO-konform? Brauche ich einen Cookie-Banner?
- Wie schnell lädt die Website? (PageSpeed Insights testen)
- Was passiert, wenn der Anbieter aufhört?
Fazit
„Was kostet eine Website?“ lässt sich 2026 so beantworten: zwischen 200€ und 15.000€, je nachdem, was Sie brauchen und wie Sie es umsetzen. Für viele KMU in Österreich ist ein Website-Service ein guter Mittelweg zwischen Qualität, Preis und Zeitaufwand.
Professionelle Website als Monatspaket
Hosting, Pflege-Oberfläche, Sicherungen und Wartung in einem monatlichen Paket. Den Preis nenne ich Ihnen nach einem kurzen Gespräch.
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